Über uns
Personal

Simone Vestner
Das Jugendzentrum Hammerschlag ist seit dem Jahr 1994 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein.
Vorstand

Julia Heidrich (Vereinsvorsitzende)

Dimitrij Rein (stv. Vereinsvorsitzender)

Vitalij Altynov (Kassierer)
und Beisitzer aus den unterschiedlichen Gruppierungen im Haus
Ehrenvorsitz: Peter Matha
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Lust auf Veränderung? Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen? Beantworten Sie diese Fragen mit Ja sind Sie genau richtig bei uns. Für unser Jugendzentrum Hammerschlag e.V. in Schorndorf suchen wir ab sofort unbefristet und in Vollzeit
Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (m/w/d)
Schwerpunkte der Arbeit sind: offene Angebote im Jugendzentrum Hammerschlag aufsuchende Jugendarbeit im Sozialraum Schorndorf Sport- und Freizeitangebote, Freizeiten, Tagesausflüge und Projekte der Jugendarbeit Beziehungs- und Kontaktarbeit Unterstützung bei der...
Unsere Geschichte
In den späten 1960er Jahren entstand in Schorndorf ein selbstverwaltetes Jugendzentrum aus dem Engagement und der Verantwortungsbereitschaft junger Menschen heraus. Dieses Jugendzentrum wurde zum Vorbild vieler anderer selbstverwalteter Einrichtungen. Die Idee, ein öffentliches Jugendzentrum in Schorndorf einzurichten, war bereits seit der Gründung des Stadtjugendrings im Jahr 1949 im Gespräch. Jedoch mangelte es lange Zeit am Interesse der Mitglieder des Stadtjugendrings und der Stadt Schorndorf sowie an finanziellen Mitteln, weshalb das Vorhaben nicht umgesetzt wurde.
Im Jahr 1968 kaufte die Stadt Schorndorf bei einer Zwangsversteigerung eine alte Möbelfabrik und bot sie dem Stadtjugendring an, da die Jugendlichen vermehrt nach einem eigenen Jugendzentrum verlangten. Der Stadtjugendring beschloss daraufhin, das Angebot anzunehmen, und plante den Umbau der Fabrik mit Mitteln von Stadt, Kreis und Land unter seiner Leitung. Jedoch fokussierte sich der Stadtjugendring bei seinen Planungen hauptsächlich auf organisierte Jugendgruppen und vernachlässigte die unorganisierten Jugendlichen, was zu Schwierigkeiten bei der Weiterentwicklung des Projekts und der Ansprache vieler Jugendlicher führte.
1970 wurde der Club Manufaktur gegründet, der politische und kulturelle Veranstaltungen organisierte und sich dem Stadtjugendring anschloss. Dieser Club bildete die Basis für politische Aktivitäten, die besonders durch die Ereignisse der Studentenbewegung angeregt wurden. Im selben Jahr gründete eine Gruppe unorganisierter Jugendlicher den Arbeitskreis Hammerschlag (AKH), der maßgeblich zur Entwicklung des Jugendzentrums beitrug.
Um mehr Jugendliche anzusprechen, wurden Konzerte im provisorisch eröffneten Jugendzentrum veranstaltet. Diese dienten vor allem dazu, die Besucher über die Ziele und die Arbeit der Jugendzentrumsinitiative zu informieren. Das Ziel dieser Initiative war ein unabhängiges Jugendzentrum, in dem die Jugendlichen ihre Freizeit selbst gestalten konnten, ohne Einmischung von Stadt und Erwachsenen.
Eine der wichtigsten Aufgaben war die Erstellung eines Raumplans, der den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprach. Dieser wurde mit Unterstützung eines Architekten entwickelt und im Januar 1971 vom Stadtjugendring beschlossen. Kontakte zu anderen Gruppen wie dem politischen Arbeitskreis Schulen und dem Lehrlingszentrum Schorndorf wurden geknüpft.
Da der Stadtjugendring Träger des Jugendzentrums sein sollte, war es notwendig, Einfluss im Stadtjugendring zu bekommen. Durch Beitritte mehrerer linker Gruppen änderten sich die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Jugendzentrumsinitiative. Der AKH wurde als gleichberechtigter Partner im Gremium des Stadtjugendrings angesehen.
In regelmäßigen Sitzungen des AKH wurde ein Organisationsstatut für das Jugendzentrum entwickelt, das im Juni 1972 fast einstimmig vom Stadtjugendring verabschiedet wurde. Dieses Statut beschrieb das Jugendzentrum als Institution zur Sozialisation von Jugendlichen mit sozial- und bildungspolitischem Charakter, das auf Selbstverwaltung basiert.
1971 begann der Umbau der alten Fabrik, wobei der Club Manufaktur dem Jugendzentrum Räumlichkeiten für Sitzungen zur Verfügung stellte. Die Umbauarbeiten wurden größtenteils in Eigenleistung durchgeführt. Ab März 1973 wurden wieder Konzerte im Jugendzentrum veranstaltet, um den Kontakt zu anderen Jugendlichen herzustellen und sie in die Planungen und Aktivitäten einzubeziehen.
Die rechtliche Festlegung der Beziehung zwischen Stadt und Jugendzentrum blieb jedoch ungeklärt und wurde erst 1977 nach langwierigen Verhandlungen und Diskussionen festgelegt. Während dieser Zeit gab es Versuche seitens der Stadtverwaltung, die Kontrolle über die Sozialarbeiter zu übernehmen, was zu Spannungen führte.
Nach politischen Veränderungen in den 1980er Jahren und verschiedenen Diskussionen über die Struktur des Jugendzentrums wurde 1993 die Rechtsform durch die Stadt eingeschränkt. Schließlich beschloss der Gemeinderat 1994 die Gründung eines Trägervereins für das Jugendzentrum. Der Verein Jugendzentrum Hammerschlag e.V. wurde gegründet, und im Jahr 1995 wurde ein Miet- und Kooperationsvertrag mit der Stadt abgeschlossen. Dies markierte einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Jugendzentrums, das bis heute eine bedeutende Rolle in der Jugendarbeit von Schorndorf spielt.